Sei mit mir traurig

Die Sonne legt sich widerlich auf
mein Gesicht, eigentlich mag ich
sie, doch ich mag es nicht, wenn sie
mir gezwungen ein Lächeln auflegt.
Es tut weh, schon morgens, wenn
sie aufgeht. Wie kann die Welt
nur gerade jetzt so strahlen und
Bilderbuchkulissen malen, während
meine Qualen danach streben,
mich auf dem Boden zu zertreten?
Das Ambiente stimmt nicht mehr,
die Atmosphäre gibt nichts her. Die
Zeit scheint glücklich vom Himmel
herab. Sie nimmt keine Rücksicht,
sie nimmt keine Rücksicht, sie findet
einfach nur statt. Ich wünsch
mir, dass du mit mir traurig bist und
dass für dich auch alles scheiße
ist. Ich wünsch‘ mir, dass du mich
verstehst und dass du mit mir zusammen durchdrehst. Komm dreh
mit mir durch! Wie kann die Nacht
so freundlich sein und dennoch
kalt? Einsam und klein, ich verkrieche
mich. Bitte trau dich, versuch
es, entdecke mich.